Seniorinnen und Senioren

Nach dem Motto: Mobil bleiben, aber sicher!

Mit steigendem Alter lässt die Fähigkeit nach, ein Fahrzeug sicher zu führen. Dieser Einschätzung stimmen 85 Prozent der Bundesbürger und Bürgerinnen nach einer repräsentativen Umfrage des TÜVs aus dem Jahre 2024 zu.

Das Auto schenkt älteren Menschen Unabhängigkeit und ermöglicht Seniorinnen und Senioren eine individuelle und selbstbestimmte Mobilität. Mit zunehmendem Alter machen einige Verkehrssituationen den Autofahrenden aber immer mehr zu schaffen, kognitive und motorische Veränderungen können sich zunehmend negativ auf die individuellen Fahrfähigkeiten auswirken.

Hier ein paar Beispiele:

  • Hörvermögen: Einschränkungen beim Hören erschweren die Wahrnehmung von Warnsignalen. So werden bspw. herannahende Fahrzeuge, insbesondere E-Fahrzeuge leichter überhört.
  • Sehvermögen: Nachlassende Sehkraft, besonders in der Dämmerung, bei Nacht oder Regen, erhöht das Unfallrisiko. Moderne LED-Technik leuchten die Fahrbahn deutlich effizienter aus, führen möglicherweise aber zur Blendung des Gegenverkehrs.
  • Beweglichkeit: Arthrose oder steife Halswirbel behindern den wichtigen Schulterblick und das Einparken. Hier können moderne Systeme wie Spurwechselassistenten, oder Auspark- und Türöffnungswarner, PDC…etc. hilfreich sein.
  • Reaktionsgeschwindigkeit: Die Fähigkeit, auf unerwartete Situationen schnell zu reagieren, verlangsamt sich. Moderne Bremssysteme können Unfälle weitestgehend verhindert, zumindest Unfallfolgen mindern. Deshalb wird empfohlen, dass sich ältere Autofahrende einem regelmäßigen Gesundheitscheck unterziehen sollten. Weiterhin wird von Versicherungen und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat empfohlen an fahrpraktischen Maßnahmen (Rückmeldefahrt) teilzunehmen.

Was ist das Ziel einer Rückmeldefahrt?

Ziel einer Rückmeldefahrt ist es, eine realistische Selbsteinschätzung der eigenen Fahrkompetenzen durchzuführen, um so die sichere Teilnahme am Straßenverkehr zu fördern.

Eine Rückmeldefahrt ist ein freiwilliges Angebot, welches dazu dient, eine realistische Selbsteinschätzung der eigenen Fahrfähigkeiten – unter qualifizierter Begleitung – durchzuführen.

Eine Rückmeldefahrt ist keine Fahrprüfung! Daher gibt es auch kein „Bestehen“ und kein „Durchfallen“. Das Ergebnis der Fahrt bleibt unter vier Augen und ist ohne Risiko für die Fahrerlaubnis!